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 KlimaMORO » Phase III - KlimREG » Konzept

Konzept

Leistungsbaustein 1: Stand der Planungspraxis

Ziel von LB 1 ist eine Synopse zum Stand der Planungspraxis im Hinblick auf den Umgang der Regionalplanung mit den Herausforderungen des Klimawandels. Folgende Forschungsfragen leiten die Arbeit in LB 1:

  • Was leistet die derzeitige Planungspraxis zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz?
  • Wie wirksam sind bereits erfolgte regionalplanerische Festlegungen in der Praxis?
  • Wo gibt es beispielgebende klimaangepasste Regionalpläne, insbesondere für die Handlungsfelder der MKRO?
  • Welche Handlungshilfen werden von der Regionalplanung verwendet?

Die Erhebung des Forschungsstandes zielt darauf ab, den Stand der Forschung aufzuarbeiten und Erkenntnislücken zu identifizieren. Der zweite Teil von LB 1 ist eine länderspezifische Recherche:

  • Identifikation von klimawandelrelevanten Zielen, Aufgaben und Handlungen der Landesplanung in den einzelnen Bundesländern
  • Analyse von Handlungsanleitungen für die landes- und regionalplanerische Praxis
  • Beurteilung der Kommunikation zwischen Landes- und Regionalebene sowie der Übernahme landesplanerischer Inhalte und Vorgaben durch die Regionalplanung
  • Aufzeigen bestehender Diskrepanzen zwischen den Vorgaben und der Umsetzung der Ländervorgaben durch die Regionalplanung
  • Darstellung und Auswertung bestehender Rechtsvorschriften und -instrumente zum regionalplanerischen Umgang mit dem Klimawandel

Die Erhebung der regionalplanerischen Praxis zielt auf die Auswertung klimawandelbezogener Aussagen und Planfestsetzungen. Dieser Arbeitsschritt analysiert:

  • die theoretisch existierenden und praktisch angewendeten Instrumente der Regionalplanung im Umgang mit dem Klimawandel
  • den Stand der Umsetzung der durch die MKRO (2013) und BMVBS (2011) formulierten Mindestanforderungen regionalplanerischer Tätigkeiten im Umgang mit dem Klimawandel
  • bestehende Diskrepanzen und instrumentelle Defizite zwischen den theoretischen Erfordernissen zur Gewährleistung einer klimawandelgerechten Regionalplanung und der Praxis sowie die Hintergründe für die Diskrepanzen und Defizite


Leistungsbaustein 2: Instrumentencheck und Instrumentenbaukasten

Aufbauend auf den Ergebnissen von LB 1 zielt LB 2 auf eine Systematisierung des bestehenden Instrumentariums in einem Instrumentenbaukasten, die Identifikation von Instrumentendefiziten und die Entwicklung von innovativen Instrumenten. Folgende Forschungsleitfragen liegen der Arbeit zugrunde:

  • Wie lassen sich die bestehenden regionalplanerischen Instrumente zum Klimawandel systematisieren?
  • Wo werden aus Akteurssicht Defizite gesehen?
  • Wie lässt sich die Wirksamkeit von Instrumenten verbessern?
  • Welche neuen Instrumente oder -anpassungen sind erforderlich?
  • Welche instrumentellen Innovationen sind aus regionalplanerischer Praxis realisierbar?


Leistungsbaustein 3: Praxistest klimawandelgerechter Regionalplan

Ziel von LB 3 ist, die in LB 2 entwickelten Instrumenteninnovationen auf ihre Umsetzbarkeit und Wirksamkeit zu prüfen. Folgende Forschungsleitfragen sollen die Arbeit unterstützen:

  • Wie lassen sich die Instrumente eines klimawandelgerechten Regionalplans in einem Praxistest erproben?
  • Was ist ein prototypisches Vorgehen für einen klimawandelgerechten Regionalplan?
  • Wie lassen sich Kenntnis und Anwendung der bestehenden Rechtssetzung zur raumplanerischen Anpassung an den Klimawandel verbessern?
  • Wie können eine regelmäßige Überprüfung und Neuaufstellung von Plänen sowie befristeter und bedingter Festlegungen erfolgen?
  • Wie kann die Einbindung von Beurteilungen durch Fachbehörden eingeführt und umgesetzt werden?

Ferner werden Konflikte und Synergien zwischen den einzelnen Instrumenten identifiziert. Die Ergebnisse bilden eine entscheidende Grundlage für den konzeptionellen Entwurf für das Methodenhandbuch "Klimawandelgerechter Regionalplan".


Leistungsbaustein 4: Handlungshilfe Klimawandelgerechter Regionalplan

LB 4 zielt auf die Anfertigung eines praxis- und anwendungsnahen Methodenhandbuchs "Klimawandelgerechter Regionalplan". Das Methodenhandbuch basiert inhaltlich auf den Ergebnissen aus den LB 1, 2 und 3.

Strukturell ist ein dreiteiliger Aufbau des Methodenhandbuchs vorgesehen. Der erste Teil enthält den Instrumentenbaukasten. In diesem Abschnitt kann sich die Regionalplanung über die bestehenden klimawandelrelevanten Instrumente sowie die in KlimREG neu entwickelten bzw. angepassten Instrumente informieren.

Der zweite Teil des Methodenhandbuchs geht spezifischer auf die Umsetzung der Instrumente bei der Erstellung eines Regionalplans ein. Ausgehend von der Annahme, dass in vielen Regionen nicht nur ein, sondern mehrere klimawandelrelevante Handlungsfelder adressiert werden, zeigt das Methodenhandbuch instrumentelle Typologien auf. Die Falltypologien stellen verschiedene Instrumente aus den einzelnen Handlungsfeldern zusammen, die sich z. B. gegenseitig positiv oder negativ beeinflussen können, und beziehen mögliche Konflikt- und Synergiepunkte zwischen den Instrumenten ein.

Der dritte Teil enthält eine Handlungshilfe für ein prototypisches Vorgehen zur Erstellung sowie Mindestmerkmale und Qualitätsmaßstäbe eines klimawandelgerechten Regionalplans.

Ausgehend von den regionalen Gegebenheiten und Anforderungen unterstützt das Methodenhandbuch die Planenden bei der Wahl geeigneter Instrumente und zeigt effiziente Instrumentenkombinationen in Form von Falltypologien und Akteurskonstellationen für die Umsetzung der Instrumente auf. Die Gestaltung des Handbuchs in Form einer Entscheidungsmatrix ermöglicht ein zielgerichtetes Vorgehen und erleichtert die Instrumentenwahl.